Besuch und Führung im Schweinemuseum

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Die Hinterbliebenen-Gruppe der Regionalgruppe Mittlerer Neckarrum besuchte das Schweinemuseum in Stuttgart am 22.3.2019.

Wieder war es soweit: Die Hinterbliebenen-Gruppe traf sich im Schweinemuseum für eine Besichtigung  mit eigener Führung durch das Museum. Wie bei allen Treffen, die von unserer Gruppenleiterin Liane organisiert und durchgeführt werden, kamen fast alle. Der Zusammenhalt, die Freundschaft ist in dieser Gruppe etwas ganz besonderes. Das fängt schon an mit der netten Begrüßung unserer Gruppenleiterin. Für jeden hat sie ein nettes Wort und eine liebevolle Umarmung.
Doch kaum ging es mit der Führung los, war auch das Gelächter wieder groß, wenn der eine oder andere auf den „Arm“ genommen wurde oder wenn eine nette Begebenheit von unseren Fahrten erzählt wurde.

Im Inneren des Schweinemuseums waren wir von den vielen verschiedenen Schweinen überrascht. 50000 Schweine in verschiedenen Varianten und Größen konnten wir uns ansehen. Wir waren auch von dem Wissen der jungen Dame, die uns durch das Museum führte, beeindruckt. Sie begeisterte uns mit ihrem Erzählungen und so mancher Anekdote, die sie über die Schweine zum Besten gab.

Jeder war sehr angetan. Wir konnten uns gar nicht vorstellen, wie viele Arten von Schweinen es überhaupt gibt! Wir bestaunten kleine, große, bunte, Porzellan- oder Plüschschweine. Es war ein buntes Bild von Schweinen!
Für uns alle am eindrücklichsten war, dass die Ausdrücke „Dummes Schwein“ oder „Drecksau“ so nicht stimmen. Das Schwein ist hochintelligent und dem Menschen in vielem ähnlich. Mediziner haben das schon sehr früh erkannt. So wird z. B. die Schweinebauchspeicheldrüse oder die Haut der Tiere in der Medizin verwendet.
Wie gesagt, von so viel „Schweinerei“ waren wir beeindruckt, und wir alle kamen zu dem Schluss, der Besuch im Schweinemuseum hat sich gelohnt, und ab sofort können wir bei dem Thema „Schwein“ mitreden.

Nach so viel laufen, schauen und staunen bekamen wir Hunger und Durst. Um diese zu stillen, gingen wir in das Restaurant am Schlachthof. Dort saßen wir in gemütlicher Runde, aßen und tranken und lachten. Doch heute hatten wir etwas Besonderes vor, wir suchten einen Termin für unseren nächsten Ausflug. Ganz still wurde es, als Helmut die ausgedruckten Unterlagen zu unserem Ziel Bad Kreuznach vorlegte. Nach einer kurzen Diskussion war alles in trockenen Tüchern, der Termin, Kosten und Ziel standen fest. In Kürze werden wir unseren Ausflug nach Bad Kreuznach starten. Noch lange saßen wir zusammen und freuten uns darüber, dass wir bald wieder gemeinsam auf Tour gehen dürfen.

Ich selber bin sehr dankbar und glücklich, dass ich dieser Gruppe angehören darf. Jeder von uns hat sein Schicksal, und jeder hat den Verlust des Partners oder nahen Angehörigen zu tragen und doch haben wir in der Gruppe einen Halt gefunden, der uns zeigt, dass wir nie alleine sind. Alle stehen für den anderen ein und tragen ihn durch die Trauer. Ja, es kann auch sein, dass man innerhalb der Gruppe ein neues Glück findet und mit einmal das Leben einen neuen Sinn bekommt. Doppelt schön ist, wenn dann beide der Gruppe treu bleiben, und wir am Glück teilhaben dürfen.

Wir würden uns in der Gruppe wünschen, wenn Betroffene oder ihre Angehörigen, nachdem sie ihren Partner, Vater, Mutter, Schwester, Bruder, Freund oder Angehörige durch diese schwere Erkrankung verloren haben, den Weg zu uns finden.

Die Gruppe kann den verlorenen Menschen nicht ersetzen, aber wir können mitfühlen. Wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich alleine dasteht und doch, - das Leben muss weitergehen! Man glaubt es am Anfang nicht, aber das Leben hat für jeden Einzelnen Überraschungen parat, die man nicht sieht. Das Leben ist trotz Kummer und Sorge lebenswert, und man muss lernen, es wieder zu genießen und die schönen Dinge des Lebens zu sehen.

Katharina Stang