Bericht Regionalgruppe Rhein-Main

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Seit Jahresbeginn 2014 führte ich bereits zwei Gruppentreffen durch. Leider kann sich die Gruppe nur alle zwei Monate treffen. Auf Grund des schweren Krankheitsbildes ist kaum ein Gruppenmitglied in der Lage, eine Gruppe zu übernehmen. Trotz dieser Schwierigkeit habe ich vor Ort viele Helfer gefunden, die uns bei der Organisation, Pressearbeit, Raum, Verpflegung und Vorträgen unterstützen. Ohne diese Hilfe wäre es mir nicht möglich, diese Gruppe am Leben zu erhalten. Genauso dringend brauchen wir die finanzielle Unterstützung der Krankenkassen nach §20c SGB V.

 Die Gruppe „Rhein Main“ ist eine stark frequentierte Gruppe von Betroffenen und deren Angehörigen. Die Teilnehmer suchen die Gemeinschaft Gleichgesinnter, um aktuellste Informationen über die verschiedensten Themenbereiche bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen zu erlangen.

 In den Gruppentreffen wurden über persönliche Erfahrungen bei Diagnose-Erstellung, Gewichts- und Verdauungsprobleme, Diabetes IIIc, Behandlungen und Therapien gesprochen und berichtet. Dabei werden wichtige Informationen ausgetauscht, über die meistens heftig diskutiert wird.

 Als Gruppenleiterin ist es mir sehr wichtig, dass das persönliche Gespräch, der Austausch untereinander, immer im Mittelpunkt steht. Betroffene und ihre Angehörigen brauchen Raum und Zeit, damit sie über ihre eigenen Erfahrungen und Probleme im Umgang mit ihrer Erkrankung ohne Druck sprechen können.

Mit welchen Themen und in welcher Struktur jeweils die einzelnen Gruppentreffen ablaufen, ist immer der jeweiligen Situation und dem Wissensdurst der Teilnehmer angepasst. Ich sehe meine Aufgabe als Gruppenleiterin darin, die Gruppe so zu steuern, dass am Ende der Gruppensitzung jeder seine persönlichen Fragen, Probleme oder Sorgen ansprechen kann incl. Diskussion. Dabei bleiben wir unserem Motto treu: „Wir hören zu und helfen“

 Bei TEB Selbsthilfe e.V. steht der Mensch im Mittelpunkt. Deshalb werden auch bei jedem Gruppentreffen persönliche Beratungen vor und nach den Gruppen-sitzungen angeboten und durchgeführt. Oftmals kommen Betroffene eine Stunde davor oder bleiben länger, um dieses Angebot der Einzelberatung zu nutzen, auch wenn ihr Anfahrtsweg oft sehr weit ist.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt sind bei den Gruppentreffen Fragen zu Kliniken und Ärzten. Dabei sind die verschiedensten Argumente zu hören, je nach Erfahrung, die jeder Einzelne bei den Behandlungen oder Therapien machte.

Manches Lob, aber auch Kritik kommen auf den Tisch und werden oftmals heftig diskutiert. Kranke spüren den Druck, der in vielen Krankenhäusern und Arztpraxen durch die gesetzlichen Vorgaben entstehen. So mancher fühlt sich hilflos und alleine gelassen. Ja, sie vermissen die Menschlichkeit, Zeit und Anteilnahme in ihren besonderen Situationen.

In allen Gruppentreffen versuche ich das Positive im täglichen Umgang mit Erfahrungen in den Mittelpunkt zu stellen und ermuntere dabei die Teilnehmer, sich immer wieder neue Ziele zu setzen, die sie trotz ihrer Krankheit erreichen können. Jeder Mensch braucht Ziele und vor allem das Gefühl, ich werde gebraucht und ich habe eine Aufgabe in der Solidar-Gemeinschaft zu erfüllen. Wenn das innerhalb einer Gruppe gelingt, ist es ein Erfolg aller Beteiligten. Ich darf mit Stolz behaupten, in dieser Gruppe gelingt es!

Besonders hervorzuheben ist bei diesen Gruppentreffen die jeweilige Anwesenheit durch Herrn Professor Schimanski, je nach zeitlicher Beanspruchung. Dafür danken wir ihm. Er unterstützt uns in allen medizinischen Fragen durch sein profundes Wissen und seiner Kompetenz.

Immer wieder spüren wir, dass Herrn Professor Schimanski diese Gruppe sehr am Herzen liegt. Es war sein Wunsch, dass eine Gruppe für diese Erkrankung in Darmstadt gegründet wurde. Seit dem Bestehen der Gruppe haben wir schon einiges gemeinsam bewegen können und den Betroffenen und deren Angehörigen helfen können.

Seit längerer Zeit kann ich feststellen, dass Betroffene mit ihren Angehörigen weite Wege (wie z.B. Fulda, Frankfurt) auf sich nehmen, um zu uns in die Gruppe zukommen.

Ich danke allen die mir ihr Vertrauen schenken und regelmäßig die Gruppe besuchen und mir helfen, dass der Name unserer Organisation TEB e.V. weiter getragen wird.

 

Von ganzem Herzen danke ich:

  • Herrn Professor Schimanski für seine ständige Präsenz und Unterstützung sowie der Klinikleitung für die zur Verfügung Stellung von Raum, Technik und Bewirtung.
  • Herrn Klaus Bibow für das sichere Ankommen in Darmstadt, trotz hohem Verkehrsaufkommen und Staus.
  • Herrn Heller für die hervorragende Pressearbeit und Organisation vor Ort.

 

 Katharina Stang