Ich bin für mich und nur für mich verantwortlich

Bei fast allen Telefonaten kommen wir im Laufe des Gesprächs auf die Themen Stress, Hektik, Probleme, Sorgen, Nöte, Überforderung und Zeitdruck zu sprechen. Es sind Begriffe, die ich zur Genüge kenne und die auch mir in meinem täglichen Leben immer wieder begegnen und mich veranlassten, diesen Artikel zu schreiben. Inspiriert wurde ich auch von Herrn Dr. Peter Borchert, der in einer unserer Online-Gruppen zu Gast war und uns eindrucksvoll erklärte, dass der wichtigste Mensch, um den wir uns kümmern sollten, wir selbst sind! „Wieder nervt alles, jetzt ist es an der Zeit, sich um das wichtigste, nämlich um mich und mein Leben zu kümmern.“ Worte, so leicht geschrieben, aber oft schwer umsetzbar. Besser gefragt: Wer lebt tatsächlich danach und sorgt in erster Linie für sich selbst?

Herr Dr. Borchert hat dafür 10 „Kopf-hoch-Strategien“:
Der wichtigste Mensch sind wir selber und um den müssen wir uns in erster Linie kümmern.

  1. Sei weise: Angst, Sorgen, Nöte, Stress nehmen wir wie ein Schatten mit auf unsere Wege, aber es dürfen keine Steine sein, die uns den Weg versperren.
  2. Sei offen: über Wünsche, Hoffnungen, Erwartungen, Enttäuschungen, Sorgen, Ängste muss gesprochen werden. Jeder hat ein Recht auf Wertschätzung seiner Person und Lebensleistung. Man darf auch nein sagen und damit Widerstand leisten oder eine Veränderung und einen Wandel bei sich selbst vornehmen ohne schlechtes Gewissen.
  3. Sei aufmerksam auf alles, was sich im Leben ereignet, was erfreut oder verärgert. Nur wenn man wahrnimmt, was stört und beeinträchtigt, kann man auch eine Veränderung herbeiführen und sich neu orientieren.
  4. Sei aktiv in der Gestaltung des Lebens. Dadurch können ungeahnte Fähigkeiten entdeckt und ausgebaut werden und zu neuen Zielen motivieren. Erfolge sind der Lohn und Bestätigung zugleich.
  5. Sei mutig, nicht jeder Weg ist immer und zu jeder Zeit der richtige und dennoch lohnt es sich, unbekannte Wege zu gehen, um neue Ziele zu erreichen. Mut ist auch Größe und diese bekommt man nur, wenn man seiner Angst und seinen Sorgen den Raum einräumt, der notwendig ist und ihr nicht zu viel Beachtung schenkt.
  6. Sei konkret in der Formulierung von Wünschen, Zielen, Empfindungen, Befindlichkeiten. Klare und verständliche Ansagen werden eher wahrgenommen und auch akzeptiert.
  7. Sei behutsam, wenn es einmal im Leben nicht gut oder schnell genug läuft. Jederzeit gibt es Chancen und Möglichkeiten, Situationen zu verbessern oder gar neue Ansätze zu finden.
  8. Sei geduldig, der Erfolg liegt in der Ausdauer, der Hartnäckigkeit und auch in der Zielstrebigkeit. Geduld bedeutet auch, dass man warten lernen muss oder gnädig mit sich umgeht, wenn es anders läuft als geplant.
  9. Sei fürsorglich mit Dir selbst, kein Mensch ist perfekt und wenn Fehler passieren, sollte man nicht allzu streng mit sich ins Gericht gehen. Kontrolle und Zwang bewirken eher das Gegenteil, Flexibilität und Gelassenheit sind bessere Ratgeber.
  10. Sei stolz auf Dich und auf alles, was erreicht und erlebt wurde. Jeder Weg, jedes Ziel ist individuell und einmalig und hat besonderen Wert und Anerkennung verdient. Die eigene Wertschätzung ist kostbarer als sich von Äußerlichkeiten abhängig zu machen. Alles, was man im Leben erreicht, ist wichtig, sinnvoll und gut, und man wächst an den  Herausforderungen des Lebens.


Vielleicht kann die ein oder andere der 10 „Kopf-hoch-Strategien“ in der ein oder anderen Lebenssituation hilfreich sein. Vieles von dem, was ich schreibe, kennen wir alle, doch meistens scheitern wir am Umsetzen und damit an uns selber.
Warum eigentlich? Das Wichtigste ist, immer am Ball zu bleiben und es ganz einfach immer wieder zu probieren. Wie sagte mal jemand zu mir: „Fallen ist nicht schlimm, liegen bleiben dagegen schon.“
Sie alle haben allen Grund, stolz auf sich zu sein!

Katharina Stang