Gruppentermine 2007
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Bauchspeicheldrüse - Ein wichtiges Organ
Fragen rund um die Bauchspeicheldrüse werden am Vitawell-Lesertelefon beantwortet.
Am Mittwoch 28. Februar von 16 bis 18 Uhr stehen die Gesprächspartner unter folgender Nummern Rede und Antwort.
Unsere Experten:
- Katharina Stang (TEB e.V. Selbsthilfegruppe)
Telefon (07161) 204-276
- Dr. Kurt Vollmer (niedergelassener Internist)
Telefon (07161) 204-277
- Dr. Gerhard Allmendinger, Chefarzt der Medizinischen Klinik II,Klinik am Eichert
Telefon (07161) 204-278
- Prof. Dr. Stefan Riedel, Chefarzt der Allgemeinchirurgischen, Klinik, Klinik am Eichert
Telefon (07161) 204-279
vitawell das Gesundheitsmagazin für den Landkreis Göppingen, Ausgabe Februar 2007
Bauchspeicheldrüse - Klein, aber wichtig
Die Bauchspeicheldrüse oder das Pankreas genannt, ist mit rund 90 Gramm ein kleines Organ, das für die Verdauungs- und Stoffwechselfunktion sehr wichtig ist. Sie produziert täglich etwa 1,5 Liter Verdauungssaft, der dazu beiträgt, dass die aufgenommene Nahrung in ihre Bestandteile zerlegt und aufgenommen werden kann. Außerdem werden weitere Hormone an das Blut abgegeben, die die Stoffwechselfunktion regulieren. Das bekannteste Hormon, das Insulin, reguliert den Blutzuckerspiegel und ist lebenswichtig.
80 Prozent Heilung
Die akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse tritt in Deutschland jährlich bei 19,7 pro 100 000 Einwohner auf. Gallensteine oder Alkoholgenuss gehören zu den häufigsten Ursachen. Die Entzündung des Pankreas klingt in über 80 Prozent der Fälle spontan wieder ab. In den übrigen Fällen kann sich ein lebensbedrohliches Krankheitsbild entwickeln, das immer intensivmedizinisch und manchmal auch chirurgisch behandelt werden muss.
Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung entwickelt sich meist bei Patienten über 40 Jahren und kann in ca. 70 Prozent der Fälle auf Alkoholmissbrauch zurückgeführt werden, aber auch andere Ursachen sind möglich.
In geeigneten Fällen kann eine chirurgische Therapie dauerhafte Besserung bringen. In anderen Fällen können sich chronische Schmerzen und dauerhafte Verdauungsstörungen sowie ein Diabetes mellitus entwickeln.
CT oder MTR
Vor allem über dem 50. Lebensjahr sollte bei unklaren und wiederkehrenden Oberbauchbeschwerden gezielt auf die Bauchspeicheldrüse geachtet werden. Die modernen bildgebenden Verfahren, wie Ultraschalluntersuchung, CT (Computertomografie) und MRT (Magnetresonanztomografie) sind zum Nachweis eines Tumors der Bauchspeicheldrüse geeignet. Aber auch eine Darstellung des Gangs der Bauchspeicheldrüse im Rahmen einer endoskopischen Untersuchung (ERCP) kann erforderlich sein.
Mit diesen Methoden werden immer mehr gutartige Tumore der Bauchspeicheldrüse entdeckt, die Vorstufen bösartiger Wachstumsformen sein können. Das Pankreaskarzinom steht in Deutschland an vierter Stelle der Krebstodesfälle. Derzeit sterben etwa 90 Prozent der Patienten mit dieser Erkrankung.
Die modernen Nachweisverfahren, vor allem CT und MRT, können dazu beitragen, dass dieser Tumor möglichst frühzeitig entdeckt wird. Die wirksamste Therapie ist die chirurgische Entfernung des Tumors. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich diese Therapie soweit verbessert, dass in geeigneten Fällen über 95 Prozent der Patienten erfolgreich operiert werden können. Nach derartigen Operationen ist häufig wieder eine gute Lebensqualität zu erreichen. Zur Verminderung des Risikos eines Tumorrückfalls werden derzeit Chemotherapien getestet. Bestehen bereits Absiedlungen des Tumors an anderen Körperstellen, ist der Einsatz einer milden Chemotherapie möglich.