Workshop Sport für Tumorerkrankte

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Sport für Tumorerkrankte am 21.07.2012 in der Geschäftsstelle

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Heute konnten wir zum dritten Mal Sport für Tumorerkrankte mit Frau Kimmerle als Workshop anbieten. Erwartungsvoll standen die ersten Teilnehmer schon in der Geschäftsstelle bei einer Tasse Kaffee und unterhielten sich darüber, wie viel Spaß ihnen die letzte Veranstaltung gemacht hat. Alle drückten ihre Begeisterung aus und meinten, dass es einfach super war. Die Lobeshymnen über die Referentin wollten gar nicht aufhören, die Teilnehmer fühlten sich angenommen und ermutigt, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Dabei wurde hervorgehoben, wie behutsam und sehr aufmerksam Frau Kimmerle mit uns umgeht. Sie erklärt, zeigt und kontrolliert, ob die vorgegebenen Bewegungen auch richtig umgesetzt werden. Ja, es ist anstrengend, macht aber unheimlich viel Spaß.

Dann kam Frau Kimmerle, wie immer bepackt mit Matten, Bändern und anderen Dingen und nach der Begrüßung ging es auch gleich los. Heute ging es um Schultern, Arme und Hände und anschließend noch um Atemtechnik mit Entspannungsübungen.

Man soll nicht glauben, wie schnell 90 Minuten vergehen, wenn man in Bewegung ist. Gott sei Dank kann man bei diesem Workshop auch so richtig über den einen oder anderen lachen, wenn er ganz leise vor sich hin stöhnt und von Frau Kimmerle aufgefordert wird, aufzuhören. „Nein, das geht nicht, ich schaffe das, bin doch noch nicht müde.“ Frau Kimmerle lacht und meint dann, „bitte nicht über Ihre Grenzen gehen“.

So etwa 20 Minuten vor Schluss kommen die Atem- und Entspannungsübungen. Das tut uns richtig gut, abschalten, nichts hören und sehen, nur den eigenen Atem oder Körper spüren. Man spürt die Ruhe, nur ein leises oder auch ein lautes Atmen ist zu hören. Bei soviel Ruhe muss man aufpassen, dass man nicht einschläft und statt leises Atmen lautes Schnarchen kommt.

Ganz ruhig und besonnen ist die Stimme von Frau Kimmerle, sie gibt uns das Kommando, welchen Teil des Körpers wir jetzt in diesem Augenblick beanspruchen. Tief in den Bauch einatmen, tief ausatmen u.s.w.

Obwohl ich selbst nicht sehr sportbegeistert bin, macht es mir Freude und vor allem geht es mir danach viel besser.

Frau Kimmerle beendet diesen Workshop nicht, bevor jeder seine eigenen Empfindungen im Positiven wie im Negativen ausgesprochen hat. Sie hört zu und fragt nach, wenn etwas unklar ist. Erst danach geht dieser Workshop mit großem anhaltenden Applaus der Teilnehmer zu Ende.

Viele Betroffene, die mit einer Tumorerkrankung leben müssen, sind dankbar für die Angebote, die wir in unserer Geschäftsstelle jeden Monat anbieten. Hier findet in einem kleinen Rahmen etwas statt, das man nicht mit Worten beschreiben kann. Betroffene finden den Mut sich zu öffnen, über ihre täglichen Probleme zu sprechen und können sich dabei ungeniert bewegen. Das erleben sie nicht immer und überall.

Vielen Dank an Frau Kimmerle, die sich trotz Berufstätigkeit und als Mutter einer kleinen Tochter die Zeit nimmt und mit uns diesen Workshop gestaltet.
Danke aber auch an die BKK Landesverband, die mit einer Projektförderung nach § 20c SGB V die Workshops erst möglich macht. Wir hoffen und wünschen uns, dass auch im nächsten Jahr dieses in vielerlei Hinsicht wichtige und sinnvolle Projekt finanziert wird.

Katharina Stang