Familienmitglied berichtet
Frau H. schreibt:
Gruppe am 06. Mai 2009 – Göppingen
Wieder mal war ganz deutlich zu spüren, wie hoch der Einsatz für TEB e.V. bzw. für die betroffenen Menschen von unserer Katharina Stang ist.
Müde, erschöpft und traurig, ob der nicht ausreichenden Hilfe in Ihrer Arbeit, wirkte sie heute. Man spürte die permanente Belastung. Trotzdem ist sie mit ganzem Herzen, ihrem Wissen und ihren Kenntnissen für die Gruppe und deren Anliegen da. Ich habe mir schon oft darüber Gedanken gemacht und deshalb mich heute entschlossen, darüber zu schreiben.
Sie leitet nunmehr seit 10 Jahren eine Selbsthilfegruppe von Betroffenen mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Die Belastung die Sie auf sich genommen hat, um den Kranken und auch deren Angehörigen zu helfen, ist für mich gar nicht zu ermessen. Ich denke - ich kann nur im Ansatz aufzählen, was sie für TEB tut.
Unermüdlich ist sie auf der Straße, um in den Gruppen persönlich ansprechbar zu sein. Sie besucht die kranken Mitglieder in den Kliniken bzw. zu Hause, begleitet die Angehörigen, um ihnen in ihrer schwerer Zeit beizustehen. Organisiert für TEB e.V., plant Neues, setzt sich mit behandelnden Ärzten und mit den Krankenkassen im Zweifelsfall auseinander und sucht nach Lösungen.
In der Geschäftsstelle führt sie die telefonischen und persönlichen Beratungsgespräche durch. Dabei ist ihr Tun stets auf den jeweiligen Betroffenen eingestellt.
Kann man nachvollziehen, wie viel Kraft und Energie solche Gespräche mit der ständigen Konfrontation mit Angst, Traurigkeit, Hilflosigkeit und Tod verbrauchen??
Sie macht es unermüdlich. Sie kämpft für die Betroffenen, Angehörigen und für alle Mitglieder von TEB e.V.
Dabei passiert es immer wieder, wie ich selber in unserer Gruppe erlebt habe, dass sie persönlich angegriffen wird und sie sich auch noch gegen Unterstellungen wehren muss.
Teb e.V. hat so eine gute Struktur und alles ist mehr als sehr gut aufgebaut, ein „Profiverein“ kann es nicht besser machen. Das ständige betteln um Gelder und Anerkennung für eine Gruppe von Menschen die am Rande der Gesellschaft leben, weil Bauchspeicheldrüsen-krebserkrankte keine großes Interesse bei Organisationen finden. Die Erkrankung ist noch zu wenig verbreitet. Bauchspeicheldrüsenkrebs hat keine Lobby.
Furchtbar traurig für jeden, der diese Krankheit hat oder bekommt. Das verdient unsere Katharina nicht. Ihr unermüdlicher Einsatz ist einmalig und bewundernswert.
Ich würde ihr wirkliche Unterstützung durch kompetente Personen wünschen. Vielleicht können sich die Mitglieder, der ärztliche Beirat, darüber Gedanken machen, was aus TEB e.V. wird, wenn Katharina Stang durch Überlastung schlapp macht oder sie einfach müde wird und den unermüdlichen Kampf aufgibt.
Frau H.