Frau K. schreibt
An die Leiterin der TEB e.V. Selbsthilfegruppe
Sehr geehrte Frau Stang,
ich möchte meine Eindrücke über die TEB e.V. Selbsthilfegruppe als Betroffener und Angehöriger zu Papier zu bringen. Mein Mann hatte die Idee vor ein paar Monaten, dass wir doch mit der Selbsthilfegruppe von Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse Kontakt aufnehmen könnten.
Mein Mann ist schon seit vielen Jahren mit dieser Krankheit konfrontiert, er hat schon mehrere Operationen über sich ergehen lassen müssen. Wir kennen deshalb die Probleme von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sehr genau: Durchfälle, Erbrechen, Schmerzen, Übelkeit, Diabetes u. v. m. sind unsere ständigen Begleiter.
"Oh je;" dachte ich, was wird so eine Gruppe meinem Mann wohl bringen? Da gibt es nur Vorträge und Leid!" Mit gemischten Gefühlen ging ich mit.
Schon beim 2. Treffen gewann ich Klarheit und merkte, dass alle Betroffenen mit Angehörigen Erfahrungen austauschten und auch Ihre Erfahrungen mit dieser Krankheit im eigenen täglichen Leben ganz offen diskutierten.
Ich lernte Frau Stang kennen, die ja selbst betroffen ist, auch Sie hat eine Bauchspeicheldrüsenoperation hinter sich. Sie ist besorgt um das Wohl aller Teilnehmer und setzt sich selbstlos und mit viel Einfühlungsvermögen ein. Mein Mann und auch ich fühlen uns in dieser Gruppe sehr wohl und gut aufgehoben.
Es finden Vorträge mit Ärzten statt, mit Fragestellungen der Betroffenen, es wird Zeit und Raum für persönliche Fragen gegeben. Hier bekommen Betroffene Beistand und Hilfe.
Wir hatten vor kurzem einen Vortrag über Ernährung, dieser Vortrag war mir sehr wichtig, denn mit der Ernährung ist es nicht ganz einfach. Frau Spies gestaltete den Vortrag so locker und verständlich, dass alle Teilnehmer begeistert waren. Dieser Tag in der Gruppe war wieder ein voller Erfolg. für mich und meinem Mann.
Ich stelle immer wieder fest, wie Betroffene oft sehr traurig und beladen in die Gruppe kommen, nach der Gruppe können auch diese Menschen mit Hoffnung und Zuversicht nach Hause fahren.
Hier erfahren Sie Hilfe zur Selbsthilfe die auch immer wieder neu in der Gruppe gelebt wird.
Mir persönlich gefällt es auch, dass wir in dieser Gruppe keinen vergessen, es werden Krankenbesuche organisiert, Ausflüge, Klinikbesuche, Jahresabschlussfeier u .v.m..
Sollten einmal Probleme auftauchen bei den Krankenkassen, Ärzten, Kliniken, Schwerbehinderten Ausweis, oder einfach man weiß nicht mehr weiter, auch hier findet man immer jemanden in der Gruppe der einem weiter hilft.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Frau Stang mit Ihrer jahrelangen Erfahrung in der Selbsthilfearbeit in Baden-Württemberg viele Verbindungen aufgebaut (Netzwerk) hat, die uns Betroffenen weiterhelfen.
Dies alles festigt das Zusammengehörigkeitsgefühl enorm.
Ich bin gerne mit meinem Mann dieser Gruppe beigetreten und werde sie im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
R. u. B. K.