Klinikbesuch des DIAK in Schwäbisch Hall
Der Klinikausflug am Samstag, 10. Septemebr 2011
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Noch immer gut in Erinnerung ist mir der Klinikausflug 2010 mit anschließendem Besuch des Straßenbahnmuseums und der einzigartigen Fahrt mit der Oldtimer-Straßenbahn nach Degerloch zum Fernsehturm und zurück. Damals dachte ich mir: Diesen Tag zu übertreffen, wird schwierig.
So traten wir am Samstag, den 10.09.2011 gegen 08.00 Uhr die Reise nach Schwäbisch Hall an. Was diesen Klinikausflug von den vorhergehenden unterschied, war, dass außer der Fahrt die gesamte Planung in den Händen des Klinikums Diakonie Schwäbisch Hall lag.
Unter der bewährten Führung von Herrn Professor Golling war alles bestens organisiert. Man konnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Diakonie viele mehrere Male als Reiseziel mit Programm dient. Alle Achtung, ein dickes Kompliment.
Bereits die Fahrt nach SHA glich einem Urlaubsausflug. Phantastisches Wetter, von reisenden Engeln will ich hier nicht gerade sprechen, ein bequemer, leiser Bus und ein sehr guter Fahrer mit Namen Goran. Die Einstimmung war bestens.
In SHA angekommen, empfing uns Professor Golling im Speisesaal bei Kaffee und Gebäck. Alle waren neugierig auf das, was uns im Laufe des Tages erwartete und auch auf Professor Golling, den viele von uns von den Ärzte- und Patientenseminaren kannten. Durch seine überzeugend menschliche Art, uns „Laien“ anzusprechen, nahm er uns sofort ein. Er schilderte uns in einem kurzen Überblick die Entwicklung des Klinikgebäudes und versetzte uns mit interessanten Details in Erstaunen.
Keinem von uns war bei Anfahrt zur Klinik bewusst, dass das Haus 13 Stockwerke hat und somit das höchste Klinikgebäude in Deutschland ist. Nicht zu vergessen die 9 Stockwerke der Tiefgarage. Die Klinik wurde 1938 erbaut und damit zwangsläufig nach nationalsozialistischen Vorstellungen. Jedes Stockwerk hat einen Fluchtausgang in den Berg. Besonders wies uns Professor Golling auch auf den monumentalen Torbogen im Haupteingangsbereich hin.
Er verwies bei seiner Ansprache auf die z. Teil nicht mehr ganz dem heutigen Standard entsprechende Situationen des Diakonie Klinikums hin, z. B. Dreibettzimmer. Es fehlte auch nicht der wichtige Hinweis auf die finanzielle und defizitäre Situation der Klinik. Was er besonders hervorhob, und wir sahen einen Teil bei unserer Besichtigung, war die gute technische Ausrüstung seiner Klinik.
Z. Beispiel das neueste Gerät, das angeschafft wurde. Es ist ein „CT“ mit einem Öffnungsdurchmesser von 70 cm, was heute gefordert wird und Stand der Technik ist.
Die Führungen durch die Radiologie, vorgetragen und erläutert von Herrn Dr. Müssig, „MRT“ und Herrn Dr. Stegen, „CT“ sowie Herrn Dr. Menge, „Endoskopie“, war für alle faszinierend, interessant und aufschlussreich. Viele kennen das Instrumentarium. Gerade deshalb waren die Details hierzu sehr wichtig, da man in Zukunft deshalb mit einem besseren Gefühl zu Radiologie geht. Was besonders hervorzuheben ist, waren die ausführlichen Antworten auf Laienniveau, die präzise und verständlich vorgetragen wurden. Ein dickes Lob an die Herren Ärzte.
Unser aller Dank gilt besonders dem Diakonie Klinikum für die Zubereitung ihrer Speisen und Getränke. Allen hat es gut geschmeckt und es war auch für jeden etwas dabei. Dass all dies auch noch kostenfrei für uns war, dafür bedanken wir uns auch auf diesem Weg, denn dies ist nicht selbstverständlich.
Eine Empfehlung an die Küche und unseren herzlichen Dank an Herrn Professor Golling, der dies ermöglichte.
Damit starteten wir in die Altstadt nach SHA, um die offenen Punkte wie Kunstausstellung Würthhalle, Sudhaus, Altstadtführung und danach Abendessen im Sudhaus anzugehen. Hierzu das Kompliment an Herrn Reinhold Würth als Kunstmäzen. R. Würth macht es uns Menschen möglich, an Kunst, die unseren täglichen Ablauf prägt und Teil unseres Lebens ist, teilzunehmen. Ob einem moderne Kunst gefällt oder nicht, ins Erstaunen versetzt uns doch dabei immer wieder, wie die Künstler es schaffen, Neugier zu wecken und vielleicht auch für das tägliche Leben inspirierend zu wirken.
Nach einer kurzen Pause bei Kaffee und Kuchen hoch oben auf dem Dach des Sudhauses mit einem phantastischen Rundblick auf SHA und Umgebung starteten wir um 16.30 Uhr zu unserer Stadtführung. Wir wurden dabei von zwei Damen, die als Stadtführerinnen fungierten, bestens mit Informationen versorgt. Obwohl die Zeit sehr knapp war, haben wir alles Wissenswertes über SHA erfahren. Sie haben nichts ausgelassen, was sehenswert und zur Kultur und Einmaligkeit von SHA beiträgt.
Bekannt ist die Stadt durch den nach ihr benannten Heller, die Salzsieder sowie die Freilichtspiele auf der großen Treppe vor St. Michael
Der Schiedgraben
Grund für die Entstehung der mittelalterlichen Ansiedlung im verteidigungstechnisch ungünstigen Talgrund war die Saline. Zunächst gehörte die Stadt den Grafen von Comburg-Rothenburg und ging nach deren Aussterben um 1116 auf die Staufer über.
In der Weiheurkunde der St. Michaelskirche von 1156 ist Schwäbisch Hall erstmals sicher urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich war es Kaiser Friedrich I. (Barbarossa), der in Hall eine Münzprägestätte einrichtete, in der die Heller (= Haller Pfennig) hergestellt wurden. Diese in großen Mengen hergestellte, geringwertige Münze aus dünnem Silberblech erreichte schnell eine weite Verbreitung im Reich und darüber hinaus. 1204 wird Schwäbisch Hall erstmals als Stadt bezeichnet. Saline und Münzprägung bescherten ihr eine wirtschaftliche Blüte.
Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung zum Dienstleistungszentrum war 1886 die Gründung des Diakonissenkrankenhauses, das heute einer der größten Arbeitgeber der Stadt ist.
Das kulturelle Angebot der Stadt ist sehr groß und vielfältig. SHA hat eine Vielzahl von kleinen und mittleren Kunstbühnen und Theaterhäusern und damit ein großes Angebot an Kunst. Das absolute Highlight ist das nach englischem Vorbild gebaute „Globe", in dem fast ausnahmslos Stücke von Shakespeare aufgeführt werden.
Das Sudhaus mit seiner herrlichen Dachterrasse lädt ein zum verweilen. Nachmittags wurde Kaffee und Kuchen ausgegeben.
Das Abendessen wurde ebenfalls auf der Dachterrasse eingenommen. Leider, und das war der Tenor Aller, verging die Zeit viel zu schnell. Sie müssen sich das so vorstellen. Ein wunderbarer, lauwarmer Abend. Es herrschte eine unbeschreiblich romantische Abendstimmung bei untergehender Sonne. Der Ausblick von der Terrasse war überwältigend mit einem phantastischen Rundblick über SHA und Umgebung.
Eigentlich wollte keiner aufstehen, aber der Programmpunkt „Abfahrt nach Hause“ war auf 19.30 Uhr festgelegt.
Was ich auch bei diesem Ausflug bemerkte, war eine „familiäre Stimmung“. Jeder sprach mit jedem, man hörte sich auch die Sorgen des Anderen an, wir lachten und waren einfach bester Laune.
Bei Katharina und Helmut Stang bedanke mich für diesen einfach „tollen“ Tag. Es hat alles gepasst.
Franz Pfeiffer
Für manchen TEBler war die Nacht des 09. September etwas bald zu Ende. Schon um 8:00 Uhr sollte der Bus in Richtung Schwäbisch Hall (SHA) starten. Das hätte auch gut funktioniert, wenn der/die eine oder andere Mitfahrer/in die Einladung unserer Geschäftsstelle richtig gelesen hätte.
So starteten wir mit einer ¼ Stunde Verspätung, was etwas Aufregung verursachte, aber dennoch kein Beinbruch war. Es war herrlich, bei wunderschönem Wetter unser Schwabenland mal aus der Perspektive eines Busreisenden zu sehen. Im Normalfall heißt es heute doch grundsätzlich, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen.
Ich war etwas gespannt auf die Besichtigung der Klinik und auf die Stadt SHA.
Wir wurden von Herrn Professor Golling sehr herzlich empfangen, den wir größten Teils von unseren Ärzte- und Patientenseminaren kannten. Seine fachliche Kompetenz sowie seine menschliche und natürliche Art schätzen alle sehr. Herr Professor Golling gab uns einen kleinen Überblick seiner Klinik, die 1938 gebaut und zwangsläufig teilweise nach nationalsozialistischen Vorstellungen gebaut wurde. Er wies auf den monumentalen Torbogen am Haupteingang hin. Das Haus hat 13 Stockwerke und ist das höchste Klinikgebäude Deutschlands. Er verwies auf die z. Teil nicht mehr ganz dem heutigen Standard entsprechende Situationen des Diakonie Klinikums hin, z. B. Dreibettzimmer. Auch die finanzielle und defizitäre Situation der Krankenhäuser war ein Thema. Herr Professor Golling sprach von einer guten technischen Ausrüstung seiner Klinik. Das neueste Gerät, das angeschafft wurde, ist ein „CT“ mit einem Öffnungsdurchmesser von 70 cm, was heute gefordert wird. Die Menschen werden wohl immer größer (was den Umfang betrifft).
Sehr großzügig fand ich, dass das Diakonie Klinikum die Kosten für Getränke und Vesper, als auch für das Mittagessen, das aus drei Angeboten bestand, übernahm. Allen hat es sehr gut geschmeckt. Eine Empfehlung an die Küche und einen aller herzlichen Dank an Herrn Professor Golling, der dies ermöglichte.
Die Führungen durch die Radiologie mit Herrn Dr. Müssig, „MRT“ und Herrn Dr. Stegen, „CT“, sowie Herrn Dr. Menge, „Endoskopie“ war für alle sehr aufschlussreich und wieder einmal höchst interessant. Die vielen gestellten Fragen wurden von den Ärzten präzise und verständlich beantwortet.
Gespannt war ich auf die Kunsthalle Würth, die meine Frau schon im Jahr der Eröffnung aufsuchen wollte. Geblieben ist es bei der guten Absicht. Jetzt weiß ich es, wir haben etwas versäumt. Herrn W. kann man nur gratulieren für die Idee, so etwas zu realisieren. Einigen Mitgliedern von uns waren die Bilder und Skulpturen zu modern, abstrakt und provokativ. Ich meine, jegliche Kunst, die heute geschaffen wird, ist die Moderne - auch wenn sie für manchen schwer verständlich ist. Ich meine aber, dass jedes Bild, das geschaffen wurde, wahrhaftig Kunst ist. Es muss erst einmal in den Köpfen der Künstler geboren werden. Der Künstler muss grundsätzlich erst einmal eine Idee haben, was will ich schaffen. Mir haben die Bilder gefallen, punkt um.
Ebenfalls war ich gespannt auf die historische Altstadt. Ich wurde nicht enttäuscht. Unsere Stadtführerin, Frau Osswald, hat nichts ausgelassen, was sehenswert und in der Kürze von 1,5 Std zu schaffen war. SHA ist eine reiche Stadt und konnte immer schon auf das „weiße Gold" zurückgreifen. Die Stadt hat ca. 37.000 Einwohner und nur 3,2% Arbeitslose, hat eine Vielzahl von kleinen und mittleren Kunstbühnen u. Theaterhäusern. Auch ohne das Würth Museum, wäre SHA eine Stadt mit einem überaus großen Angebot an Kunst. Das absolute Highlight ist das nach englischem Vorbild gebaute „Globe", das fast ausnahmslos Shakespeare spielt. Vor jeder Stadtführung oder Ähnlichem weiß ich im Vorfeld schon, dass es sehr kurzweilig wird. Auch im Urlaub sollte man eine geführte Stadtführung nie ausschlagen.
Lediglich von einem Theaterbesuch vor 25 Jahren, auf dem Marktplatz, bei der großen Freitreppe, kannte ich SHA. Doch weder das Schauspiel noch die äußeren Umstände haben mich damals überzeugt. Von SHA also mehr gehört als gesehen. Heute kann ich mitreden, ganz SHA ist ein Highlight und für jeden Württemberger ein absolutes Muss.
Das Sudhaus möchte ich ganz besonders erwähnen, wo wir Kaffeepause gemacht und zu Abend gegessen haben. Auf der Dachterrasse war eine fast unbeschreiblich romantische Abendstimmung bei untergehender Sonne. Zu schade, dass wir schon gehen mussten. Aber der Bus mit seinem erfahrenem Fahrer Goran wartete schon.
Auf dem Heimweg bedankte sich unsere Vorsitzende, Frau Katharina Stang, bei uns für unser Kommen. Liebe Frau Stang, wir bedanken uns bei Ihnen und Ihrem Mann, für Ihr großes Engagement. Ich möchte Sie beide in den höchsten Tönen loben für die Wahl und Auswahl des Besuchsprogramms, es war vom Feinsten.
Chapeau !!!!!!!!
Peter